Herzlich willkommen Alt-Katholische Gemeinde Wilhelmshaven
Herzlich willkommen Alt-Katholische Gemeinde Wilhelmshaven

Willkommen bei den Wilhelmshavener Alt-Katholiken!

Diese Internetseite bietet Informationen über die Katholische Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Wilhelmshaven / Niedersachsen-West. Lesen Sie hier mehr über Alt-Katholiken, die Alt-Katholische Kirche und die Alt-Katholische Gemeinde Wilhelmshaven.

AK-Karneval 25.2.17 ...

Wer mag dieser langhaarige Häuserdieb wohl sein ...?

Wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn – wenn Fasten, dann Fasten!

Teresa von Avila

Fastenzeit?!? Wozu? Nur 40 Tage ...?

Für uns Christen bilden die 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Ostern eine Fastenzeit, obwohl heutzutage nur wenige Christen diese Bezeichnung wörtlich nehmen und spürbar mit dem Verzicht auf Nahrung fasten. Lange – und vielleicht auch heute noch für viele? – verband man mit dem christlichen Fasten vor allem diesen Verzicht, und weniger die nötige innere Verwandlung in der Vorbereitung auf Ostern. Schon als Kinder hatte man uns beigebracht, auf Süßigkeiten zu verzichten (was gerade mir als Rheinländer nach den Bonbon-Ergüssen an Karneval besonders schwer fiel), während unsere Eltern weniger essen, trinken und rauchen sollten. Manche, denen solches Verzichten mehr von ihrer Umgebung als vom eigenen freien Entschluss auferlegt wurde, leiden unter den Folgen noch Jahrzehnte später: Sie dürfen sich in der Fastenzeit (und vielleicht auch darüber hinaus?) nichts gönnen, fechten vor dem Kauf jeder Tafel Schokolade einen komplizierten Kampf mit ihrem Fasten-Gewissen aus, und wenn das Nasch-Ich gewinnt, wird der Genuss doch von einem Hauch schlechten Gewissens getrübt.

 

Die religiöse Zielrichtung des Fastens ging/geht dabei nicht selten verloren. Gott spricht aus dem Mund des Propheten Jesaja: „Das ist ein Fasten, wie ich es liebe: die Fesseln des Unrechts zu lösen, … jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen“ (58,6.7). Und Jesus sagt: "Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler ... Du aber salbe dein Haar, wenn du fastest, und wasche dein Gesicht, damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht" (Mt 6,16.18).

 

Macht es dann überhaupt noch Sinn, heute zu fasten (wohlgemerkt aus religiösen Gründen, nicht gegen Übergewicht oder aus anderen Gesundheits- oder Demonstrationsgründen)? Wer auf Schokolode, Alkohol oder Zigaretten in der Fastenzeit bewusst verzichten möchte, dem mag dies (dem möge dies) helfen, den Blick auf das Wesentliche zu schärfen, sich frei zu machen von Konsumgewohnheiten/-zwängen, den Blick auf sich selbst und seinen Nächsten frei zu machen. Sinn des Fastens ist nicht Verzicht um des Verzichtes willen, erst recht nicht ein Wegschieben des Materiellen, als wäre die Materie (oder der Genuss) per se schlecht.

 

Wenn Christen in der Fastenzeit auf (grundsätzlich erlaubte) Vergnügen verzichten, dann deshalb, weil ihre kleinen „Nein!“ ihre eigene Wahrnehmung und ihre innere Einstellung verändern können. Aber nicht zwangsläufig müssen … Und Veränderungen von Wahrnehmung, Einstellungen, Werten und letztlich Handeln gegenüber sich selbst und dem Nächsten können auch auf anderem Wege, ohne Fasten, erreicht werden. Es macht daher ebenso wenig Sinn, zu fasten, wenn diese Veränderungen nicht dadurch gefördert werden, wie es zwecklos (und wenig christlich) ist, mit dem Finger auf diejenigen zu zeigen, die während der Fastenzeit nicht auf erlaubte Genüsse verzichten. Auf die Frage „Magst du ein Bier?“ mit der entsetzt wirkenden Antwort „Aber nein, es ist doch Fastenzeit!“ und einem geradezu vorwurfsvollen Blick auf den Fragenden zu reagieren, entspricht daher eher nicht Mt. 6,16. Kommt dir aber einmal die Idee, jetzt auf diese Zigarette, das Bierchen oder welchen Genuss auch immer bewusst zu verzichten, dann gönne dir auch solche Fastenfreude, lass sie dir nicht vermiesen von scheinverständigen Argumenten wie dem, dass dein Verzicht ja doch niemandem hilft. Dein Verzicht hilft dann auf jeden Fall dir, mit wacherem Sinn deine wirklichen Bedürfnisse wahrzunehmen und deinem Nächsten nahe zu sein.

 

Sinn und Ziel des Fastens (sowie der auf andere Weisen initiierten christlichen Werte- und Lebensorientierungen) kann man also nur in Verbindung mit dem Gebot der Nächstenliebe erkennen: Jesus sagt, dass das Gebot der Nächstenliebe ebenso wichtig ist wie das der Gottesliebe (Mt 22,39). "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (3.Mos 19,18; Mt 19,19). Das heißt auch: Liebe dich selbst, aus vollem Herzen! Schwing dich ein in Gottes Schöpferliebe zu dir, und von diesem Schwung lass dich weitertragen zu deinem ebenso gottgeliebten Nächsten.

 

Fasten in Liebe kann heute z.B. bedeuten: Verzicht auf eigene Ansprüche! Verzicht darauf, seinen Willen unbedingt durchsetzen zu wollen! Dem Nächsten die Freiheit zu lassen, das zu tun, was ihm gut tut und von dem er denkt, dass es auch anderen gut tut (auch wenn es mir selber nicht gefällt, nicht passt). In der alt-katholischen Gemeinde Wilhelmshaven gilt daher der liberale Grundsatz „Jeder darf, aber keiner muss …" (diese oder jene Aktivität mitmachen oder initiieren). Wie schwer dabei der Verzicht darauf, anderen seine Vorstellungen vorschreiben zu wollen, sein kann, das erfahren wir trotz aller guter Vorsätze immer wieder. Mancher reagiert frustriert oder zieht sich gar zurück, weil in dieser oder jener Detailfrage des Gemeindelebens seine Vorstellungen, seine Ansprüche von der Gemeinschaft der Gemeinde nicht erfüllt werden. Dabei geht es meist keinesfalls um fundamentale Glaubensfragen (in denen, eben im Notwendigen, durchaus Einheit besteht), sondern um - gemessen an der großen Aufgabe einer Kirchengemeinde - Banalitäten. Wie schwer ist es doch, den alt-katholischen Leitsatz „im Notwendigen Einheit, in Zweifelsfragen Freiheit, in allem die Liebe" in der alltäglichen Gemeindearbeit zu leben. 

 

Wem es hilft, dass er die Kraft zu einem solchen Verzicht, zum Sich-zurück-nehmen, zur Toleranz gegenüber Anders-Denkenden und Anders-Handelnden in Detailfragen der Gemeinde, via Fasten „trainiert“, für den mag der Verzicht aufs Bierchen oder die Schokolade in der Tat eine gute Übung zur Stärkung der seelischen Muskeln, die weitaus schwierigere Verzichte als Gaumen & Magen stemmen müssen, sein.

 

Letztlich werden wir Christen nicht am Verzicht, sondern an der Erfüllung des Willens Gottes durch uns und durch unsere Gemeinde als Gemeinschaft von Christen gemessen. So verstanden darf die Fastenzeit gerne auch länger als 40 Tage, nämlich das ganze Jahr über andauern …

 

Prof. Dr. Torsten Kirstges

 

So sind wir Alt-Katholiken ...

Wir sind eine katholische, offene Kirche (Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland). Wir stehen in der apostolischen Sukzession und leben aus den sieben Sakramenten der katholischen Kirche. Die alt-katholische Kirche ist z.B. bei uns in Niedersachsen staatlich anerkannt als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Wir orientieren uns an der frühen, ursprünglichen (eben "alt-katholischen") Kirche, inkl. katholischer Glaubensbekenntnisse.  Manche sprechen auch von der „alternativ katholischen Kirche“, die moderner ist, als der Name zunächst vermuten lässt. Weitere Kennzeichen unseres Glaubens und unserer Kirche sind insbesondere:

  • Wir praktizieren synodale (demokratieähnliche) Verfahren der Entscheidungsfindung, auch in Lehrfragen, unter Einbeziehung der Laien (via Synoden, Gemeindeversammlungen etc.); wir haben dennoch klare theologische Leitlinien ("im Notwendigen Einheit, in Zweifelsfragen Freiheit, in allem die Liebe"). 
  • Aus unserer Ablehnung der "neuen", auf dem Ersten Vatikanischen Konzil (1870) beschlossenen Dogmen (Unfehlbarkeit und Jurisdiktionsprimat/Weisungsbefugnis des Papstes) folgt der Einsatz für eine bischöflich-synodale, dezentrale, organisch-gemeinschaftliche Kirchenstruktur. Dem römisch-katholischen Papst gestehen wir dabei die Rolle eines "primus inter pares" insbesondere in der universalen Dimension der christlichen Kirchen zu; er hat jedoch keine Weisungsbefugnis gegenüber den Alt-Katholiken, er ist nicht „unser“ Papst. 
  • Bei uns gilt die volle Gleichberechtigung von Mann und Frau (Frauen können auch Priesterin oder Bischöfin werden); unsere Priester dürfen heiraten (kein verpflichtendes Zölibat).
  • Wir praktizieren umfassend die Ökumene (z.B. gegenseitige Einladung zum Abendmahl mit der evangelischen Kirche), so insbesondere auch in unserer Wilhelmshavener Gemeinde, in der viele römisch-katholische und evangelische Christen regelmäßig zu Gast sind und mit der wir die Gastfreundschaft einer lutherischen Gemeinde genießen.
  • Geschiedene, die wieder heiraten, erhalten alle Sakramente, dürfen an der Eucharistie teilhaben sowie ggf. erneut kirchlich heiraten. Homosexuelle werden in keiner Weise diskriminiert.
  • Familienplanung gehört zur freien Entscheidung der Ehepartner, die sie vor Gott und ihrem Gewissen verantworten; Empfängnisverhütung ist in diesem Rahmen zulässig.

Mehr Informationen dazu gibt es z.B. auf dieser Homepage.

Entsprechen diese Lehre und Struktur auch Deinen Werten, Deinem Glauben? Könnte dies auch Deine Kirche sein, da Du noch „Deine“ Glaubensgemeinschaft suchst? Wir freuen uns über jede/n, der/die bei uns einmal „reinschnuppern“ möchte. Jeden Samstagabend feiern wir Gottesdienst in der Wilhelmshavener Lutherkirche.

 

 

Darum: Kommt und seht ...!

Kommt und macht mit!

Jeden Samstag Eucharistiefeier.

Wir sind zu Gast in der Lutherkirche in der Brommystr. 75 in Wilhelmshaven; hier feiern wir jeden Samstag um 18:00 h unsere Gottesdienste (davon abweichende Termine und weitere spirituelle Angebote siehe Terminplan unter "Gottesdienste").

Kommt und seht ...!

Auferstehung?!

Die nachfolgende Mindmap, also eine Karte möglicher Gedanken zum Thema „Auferstehung“, versucht die unterschiedlichen Aspekte und Interpretationen der Auferstehung Jesu zu thematisieren. Steigen Sie bei der Kernfrage „Wie ist Jesus auferstanden?“ oder an einer beliebigen Stelle der Mindmap ein, nehmen Sie sich die Zeit, folgen Sie den Verbindungslinien und beantworten Sie für sich selbst, welche Varianten und Fragen Sie als glaubwürdig erachten. Dabei soll nicht der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet werden; dies ist kein „Wünsch-dir-was-Ostern“! Aber es ergeben sich möglicherweise neue Aspekte des Verständnisses, Erkenntnisse eines „ja, so glaube ich die Auferstehung“ bzw. „nein, so glaube ich dies nicht“.

Mindmap: Wie ist Jesus auferstanden? Zum Vergrößern oben links, zum Ausdrucken oben rechts klicken.

Und wie können Sie an die Auferstehung glauben?

Weitere Gedanken zu Glaubensfragen ...

... finden Sie unter "Mein Glaube". Lesen Sie mehr dazu z.B. unter "Mein Glaube" - "Gedanken zu Ostern".

Bischof Dr. Matthias Ring eröffnete am 1.2.14 feierlich die Gemeinde.

Das sind wir Wilhelmshavener Alt-Katholiken - kommt und seht!

 

Seit 1.1.14 ist Wilhelmshaven eigenständige Pfarrei und damit neben Hannover der zweite Pfarreistandort in Niedersachsen. Rund 300 alt-katholische Mitglieder im nordwestdeutschen Raum umfasst die "Katholische Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Wilhelmshaven / Niedersachsen-West"; zahlreiche weitere Christen sind bereits heute Gast der alt-katholischen Gemeinde Wilhelmshaven. Die Wilhelmshavener Alt-Katholiken regeln ihre Gemeindegeschäfte selbständig und können z.B. auch ihren Pfarrer selbst wählen. Ansprechpartner für alle Fragen zur Gemeinde ist der Kirchenvorstand (siehe die Angaben auf der Homepage-Seite „Kontakt“). 

Wir feiern jeden Samstag um 18.00 h Gottesdienst. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Die alt-katholische Kirche zeichnet sich durch eine umfassende Ökumene, die volle Gleichberechtigung von Mann und Frau auch im Priesteramt, eine synodale, demokratieähnliche Entscheidungsfindung sowie durch eine große Menschennähe und angemessene Genügsamkeit im Auftreten von Priestern und Bischof aus. Alt-Katholiken kennen weder Papstgehorsam noch Pflichtzölibat noch den Ausschluss von Wiederverheirateten. Die alt-katholische Gemeinde ist in diesem besten Sinne „katholikós“, also offen für Menschen in allen Lebenslagen. Wesentliche Unterschiede zu sowie Gemeinsamkeiten mit anderen christlichen Kirchen finden Sie ebenfalls auf dieser Homepage dargestellt.

 

Die Wilhelmshavener Alt-Katholiken feiern jeden Samstagabend um 18.00 h Gottesdienst in der Lutherkirche, in der sie zu Gast sind und mit deren Kirchengemeinde sie eine gute Ökumene verbindet. Regelmäßige spirituelle und glaubensorientierte Treffen, Vorträge, Themenabende, Filmabende und Workshops runden das Gemeindeleben ab. Alle Termine finden Sie hier auf dieser Homepage unter „Gottesdienste“.

 

Wie gesagt: Man muss nicht sofort alt-katholisch werden, um an den Gottesdiensten und dem aktiven Gemeindeleben teilhaben zu können. Ganz nach dem Gemeinde-Motto „Kommt und seht!“ sind alle Interessierten zum „Reinschnuppern“ eingeladen, ganz ohne Verpflichtung oder Zwang.

 

 

Kommt und seht!

 

Es grüßt alle Gläubigen, Zweifelnden, Suchenden, bereits Entschiedenen und anderen guten Christen 

 

Prof. Dr. Torsten Kirstges

Weitere Impressionen von unserem Gemeindeleben finden Sie durch einen Klick auf das nachfolgende Foto:

Mehr dazu im Gemeinderückblick und bei den Fotos.

Einige frühere Themen dieser Startseite finden Sie hier:

Kontakt:

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Aktuelles:

Sa., 4.3.17, kein Gottesdienst (dafür am Sonntag)

So., 5.3.17, 10:00 h: Ökumenische Eucharistiefeier gemeinsam mit der Lutherkirchengemeinde (Lima-Liturgie). Anschließend  Fastenessen mit Pellkartoffeln. Kommt und startet gemeinsam in die Fastenzeit!

 

Sa., 11.3.17, 18:00 h: Eucharistiefeier. Anschließend gemütlicher Gemeindeabend.  Kommt und seht!

 

Mo., 13.3.17, 19:00 h: Öffentliche Sitzung des Kirchenvorstands.   Kommt und hört zu!

 

Sa., 18.3.17, 18:00 h: Eucharistiefeier. Anschließend GemeindeversammlungKommt und seid Gemeinde!

 

 

Ausführliche Informationen, weitere Termine und den Gemeindepfarrbrief finden Sie hier (bitte hier klicken)!

Diese Internetpräsenz ist (in ihrer erstmaligen Fassung) seit 20.1.14 online.

Dies ist eine im Auftrag des Kirchenvorstands der Wilhelmshavener Gemeinde betriebene und gepflegte, privat verantwortete  Internetseite, die allgemein über die Wilhelmshavener Gemeinde, den Alt-Katholizismus, den alt-katholischen Glauben, auch im Unterschied zu anderen christlichen Glaubensrichtungen, sowie über vieles mehr im Kontext von Glaube, Religion und Kirche informiert. Sie dokumentiert insbesondere die spezifische Entstehungsgeschichte der Wilhelmshavener alt-katholischen Gemeinde und zeigt deren Aktivitäten auf. Die Informationen und Texte auf dieser Seite spiegeln die Sichtweise der jeweiligen Autoren, insbesondere die des Seitenbetreibers, nicht aber die der gesamten Gemeinde und/oder des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland, wider. Die offizielle Homepage der Alt-Katholischen Gemeinde Wilhelmshaven finden Sie hier:

http://www.alt-katholisch.de/gemeinden/gemeinden/wilhelmshaven.html

Die Homepage des Bistums finden Sie hier: www.alt-katholisch.de.

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