Herzlich willkommen Alt-Katholische Gemeinde Wilhelmshaven
Herzlich willkommen Alt-Katholische Gemeinde Wilhelmshaven

Willkommen bei den Wilhelmshavener Alt-Katholiken!

Diese Internetseite bietet Informationen über die Katholische Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Wilhelmshaven / Niedersachsen-West. Lesen Sie hier mehr über Alt-Katholiken, die Alt-Katholische Kirche und die Alt-Katholische Gemeinde Wilhelmshaven. Die Seite bietet außerdem Gedanken und Inspiration zu Glaubensfragen.

Habemus pastore!

Die Gemeindeversammlung der Katholischen Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Wilhelmshaven / Niedersachsen-West wird heute Abend (20.10.2018) Meik Barwisch zum Pfarrer der Gemeinde gewählt haben. Wir gratulieren Meik Barwisch ganz herzlich!

Gedanken zur Pfarrerwahl in der Alt-Katholischen Kirche

Unsere Alt-Katholische Kirche vermittelt das Leitbild, dass die Gemeinden ihren Pfarrer selbst wählen können: „Auf Pfarrebene ist die Gemeindeversammlung das oberste Entscheidungsorgan (sie wählt z. B. den Pfarrer und die Synodalen) … z. B. Pfarrer und Bischöfe gewählt und nicht „vorgesetzt“ werden …“ (Zitate aus http://www.alt-katholisch.de/information/alt-katholisch-alt-katholisch.html). Explizit formuliert ist das auch in § 42 (2) 1. unserer SGO (Synodal- und Gemeindeordnung), gemäß der die Wahl des Pfarrers der Gemeindeversammlung vorbehalten ist.

Das hört sich nach freier Wahlentscheidung durch die Gemeinde an - im Unterschied zu z.B. der röm.-kath. Kirche. Eine in meinen Augen hervorragende Eigenschaft unserer Kirche und ein für mich persönlich wichtiges Argument zum damaligen Wechsel von rk zu ak.

 

Wahl“ - da erwartet man zumindest Alternativen, zwischen denen man wählen kann. Oder?

 

Doch leider sieht die alt-katholische Realität oft anders aus: Bischof bzw. Synodalvertretung setzen in einer Gemeinde einen „Geistlichen im Auftrag“ ein, der seine (alt-katholische) Priesterausbildung noch nicht abgeschlossen hat - wobei die Gemeinde kein Mitspracherecht hat. Eine Pfarrstelle wird für die Gemeinde erst dann ausgeschrieben, wenn der Geistliche im Auftrag seine Ausbildung absolviert hat, damit er sich dann auf die Stelle bewerben kann. „Damit die/der Geistliche im Auftrag auch die Chance hat, sich zu bewerben, wird die Stelle erst ausgeschrieben, wenn die Bewerbungsfähigkeit gegeben ist.“ (Zitat eines Mitglieds der Synodalvertretung, 24.4.18). Unsere Gemeinde musste mehr als vier Jahre warten.

 

Ist die Pfarrstelle dann ausgeschrieben, so ist es Usus in der Alt-Katholischen Kirche, dass sich niemand auf eine Pfarrstelle bewirbt, wenn es einen „Hausbewerber“ gibt: „In der Regel bewirbt sich … niemand anderes auf diese Stelle, wenn bekannt ist, dass … der bisherige Geistliche im Auftrag die Absicht hat, sich auf diese Stelle zu bewerben.“ (Zitat eines Mitglieds der Synodalvertretung, 24.4.18)

 

Der Weg vom - durch das Bistum eingesetzten - Geistlichen im Auftrag zum Pfarrer derselben Gemeinde ist also vorbestimmt. Dem vorgenannten Anspruch einer Wahlentscheidung hinsichtlich der Pfarrstellenbesetzung wird dies nicht gerecht! Eine echte Wahl hat die Gemeinde nicht.

 

Nun kann manch eine Gemeinde natürlich froh und dankbar sein, überhaupt einen Geistlichen zu haben, der sie betreut. Möglicherweise gibt es auch in unserer Kirche zu wenige potentielle Pfarrer, die als Bewerber infrage kämen oder Interesse an einer bestimmten Pfarrstelle haben könnten. Und der bereits gut eingeführte Geistliche im Auftrag mag auch die „beste Wahl“ für eine Gemeinde sein. Und darf man ihm nach einer Ausbildungszeit als „Geistlicher im Auftrag“ den Posten des Pfarrers in derselben Gemeinde verweigern? Immerhin hat man ja die Wahl zwischen „ja“ und „nein“ zur vorgeschlagenen Person. Doch man mag Argumente suchen und drehen und wenden, wie man es möchte (oder gerne hätte): Anspruch und praktizierte Realität des Alt-Katholizismus stimmen in diesem Punkt der „Pfarrerwahl durch die Gemeinde“ nicht überein! „Pseudo-Wahlen“, bei denen es nur einen Kandidaten gibt, der dann 100% Zustimmung erfährt, kennt man ansonsten nur aus Staaten, die wir nicht als demokratisch (und schon gar nicht als synodal in ihrer Entscheidungsfindung) kennzeichnen. Was ist das für eine „Wahl“, die keine personellen Alternativen bietet?

 

Und was bedeutet das für den Kandidaten, der ja nicht gewählt wird, weil er im Vergleich zu anderen der besser geeignete für die Gemeinde ist, sondern weil er die einzige Möglichkeit ist? Ich möchte eine echte Wahl haben! Dazu muss man von Seiten der Bistumsleitung Bewerber auch für eine Kandidatur ermutigen und nicht mit dem Argument "Hausbewerber vorhanden" abschrecken. An vielen Hochschulen gilt das Prinzip, dass ein "Verwalter einer Professur" (so was ähnliches wie ein "Geistlicher im Auftrag" in unserer Kirche) nicht die Professorenstelle zugesprochen bekommen darf, die er (ggf. vorher schon Jahre lang) verwaltet hat - ein m.E. guter (wenn auch manchmal für die Verwalter harter) und transparenter Grundsatz, der mit dem früher oftmals feststellbarem "Gemauschel" zugunsten von sog. Hausbewerbern auf Professorenstellen aufgeräumt hat.

 

Wohl bemerkt: Es geht mir nicht um das Urteil, ob Pfarrerkandidat A oder Bewerberin B geeignet und „passend“ ist für eine Gemeinde (das mag jede/r Stimmberechtigte in der Gemeindeversammlung selbst entscheiden), sondern ich prangere hier das praktizierte Verfahren an, das unseren Leitlinien und Grundsätzen nicht gerecht wird! Hier gibt es m.E. Diskussions- und Handlungsbedarf ...

 

In der Katholischen Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Wilhelmshaven / Niedersachsen-West findet die Pfarrerwahl in der Gemeindeversammlung am 20.10.2018 statt. Es gibt einen Kandidaten.

 

Prof. Dr. Torsten H. Kirstges

27.9.2018

 

(Der Text gibt die persönliche Meinung des Autors wieder, nicht aber die Meinung der Gemeinde oder der Alt-Katholischen Kirche.)

 

Professionelle Konfliktlösung auch für unsere Kirche!

Lesen Sie hier!

So sind wir Alt-Katholiken ...

Wir sind eine katholische, offene Kirche (Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland). Wir stehen in der apostolischen Sukzession und leben aus den sieben Sakramenten der katholischen Kirche. Die alt-katholische Kirche ist z.B. bei uns in Niedersachsen staatlich anerkannt als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Wir orientieren uns an der frühen, ursprünglichen (eben "alt-katholischen") Kirche, inkl. katholischer Glaubensbekenntnisse.  Manche sprechen auch von der „alternativ katholischen Kirche“, die moderner ist, als der Name zunächst vermuten lässt. Weitere Kennzeichen unseres Glaubens und unserer Kirche sind insbesondere:

  • Wir praktizieren synodale (demokratieähnliche) Verfahren der Entscheidungsfindung, auch in Lehrfragen, unter Einbeziehung der Laien (via Synoden, Gemeindeversammlungen etc.); wir haben dennoch klare theologische Leitlinien ("im Notwendigen Einheit, in Zweifelsfragen Freiheit, in allem die Liebe"). 
  • Aus unserer Ablehnung der "neuen", auf dem Ersten Vatikanischen Konzil (1870) beschlossenen Dogmen (Unfehlbarkeit und Jurisdiktionsprimat/Weisungsbefugnis des Papstes) folgt der Einsatz für eine bischöflich-synodale, dezentrale, organisch-gemeinschaftliche Kirchenstruktur. Dem römisch-katholischen Papst gestehen wir dabei die Rolle eines "primus inter pares" insbesondere in der universalen Dimension der christlichen Kirchen zu; er hat jedoch keine Weisungsbefugnis gegenüber den Alt-Katholiken, er ist nicht „unser“ Papst. 
  • Bei uns gilt die volle Gleichberechtigung von Mann und Frau (Frauen können auch Priesterin oder Bischöfin werden); unsere Priester dürfen heiraten (kein verpflichtendes Zölibat).
  • Wir praktizieren umfassend die Ökumene (z.B. gegenseitige Einladung zum Abendmahl mit der evangelischen Kirche), so insbesondere auch in unserer Wilhelmshavener Gemeinde, in der viele römisch-katholische und evangelische Christen regelmäßig zu Gast sind und mit der wir die Gastfreundschaft einer lutherischen Gemeinde genießen.
  • Geschiedene, die wieder heiraten, erhalten alle Sakramente, dürfen an der Eucharistie teilhaben sowie ggf. erneut kirchlich heiraten. Homosexuelle werden in keiner Weise diskriminiert.
  • Familienplanung gehört zur freien Entscheidung der Ehepartner, die sie vor Gott und ihrem Gewissen verantworten; Empfängnisverhütung ist in diesem Rahmen zulässig.

Mehr Informationen dazu gibt es z.B. auf dieser Homepage.

Entsprechen diese Lehre und Struktur auch Deinen Werten, Deinem Glauben? Könnte dies auch Deine Kirche sein, da Du noch „Deine“ Glaubensgemeinschaft suchst? Wir freuen uns über jede/n, der/die bei uns einmal „reinschnuppern“ möchte. Jeden Samstagabend feiern wir Gottesdienst in der Wilhelmshavener Lutherkirche.

 

 

Darum: Kommt und seht ...!

Kommt und macht mit!

Jeden Samstag Eucharistiefeier.

Wir sind zu Gast in der Lutherkirche in der Brommystr. 75 in Wilhelmshaven; hier feiern wir jeden Samstag um 18:00 h unsere Gottesdienste (davon abweichende Termine und weitere spirituelle Angebote siehe Terminplan unter "Gottesdienste").

Kommt und seht ...!

Christus ist erstanden! Wie das denn …?

Die nachfolgende Mindmap, also eine Karte möglicher Gedanken zum Thema „Auferstehung“, versucht die unterschiedlichen Aspekte und Interpretationen der Auferstehung Jesu zu thematisieren. Steigen Sie bei der Kernfrage „Wie ist Jesus auferstanden?“ oder an einer beliebigen Stelle der Mindmap ein, nehmen Sie sich die Zeit, folgen Sie den Verbindungslinien und beantworten Sie für sich selbst, welche Varianten und Fragen Sie als glaubwürdig erachten. Dabei soll nicht der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet werden; dies ist kein „Wünsch-dir-was-Ostern“! Aber es ergeben sich möglicherweise neue Aspekte des Verständnisses, Erkenntnisse eines „ja, so glaube ich die Auferstehung“ bzw. „nein, so glaube ich dies nicht“.

Mindmap: Wie ist Jesus auferstanden?

Zum Vergrößeren bitte anklicken.

Und wie können Sie an die Auferstehung glauben?

Weitere Gedanken zu Glaubensfragen ...

... finden Sie unter "Mein Glaube". Lesen Sie mehr dazu z.B. unter "Mein Glaube" - "Gedanken zu Ostern".

Bischof Dr. Matthias Ring eröffnete am 1.2.14 feierlich die Gemeinde.

Das sind wir Wilhelmshavener Alt-Katholiken - kommt und seht!

 

Seit 1.1.14 ist Wilhelmshaven eigenständige Pfarrei und damit neben Hannover der zweite Pfarreistandort in Niedersachsen. Rund 300 alt-katholische Mitglieder im nordwestdeutschen Raum umfasst die "Katholische Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Wilhelmshaven / Niedersachsen-West"; zahlreiche weitere Christen sind bereits heute Gast der alt-katholischen Gemeinde Wilhelmshaven. Die Wilhelmshavener Alt-Katholiken regeln ihre Gemeindegeschäfte selbständig und können z.B. auch ihren Pfarrer selbst wählen (zumindest theoretisch nach dem eigenen Anspruch unserer Kirche - praktisch sieht die Wahlmöglichkeit leider oft anders aus). Ansprechpartner für alle Fragen zur Gemeinde ist der Kirchenvorstand (siehe die Angaben auf der Homepage-Seite „Kontakt“). 

Wir feiern jeden Samstag um 18.00 h Gottesdienst. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

Die alt-katholische Kirche zeichnet sich durch eine umfassende Ökumene, die volle Gleichberechtigung von Mann und Frau auch im Priesteramt, eine synodale, demokratieähnliche Entscheidungsfindung sowie durch eine große Menschennähe und angemessene Genügsamkeit im Auftreten von Priestern und Bischof aus. Alt-Katholiken kennen weder Papstgehorsam noch Pflichtzölibat noch den Ausschluss von Wiederverheirateten. Die alt-katholische Gemeinde ist in diesem besten Sinne „katholikós“, also offen für Menschen in allen Lebenslagen. Wesentliche Unterschiede zu sowie Gemeinsamkeiten mit anderen christlichen Kirchen finden Sie ebenfalls auf dieser Homepage dargestellt.

 

Die Wilhelmshavener Alt-Katholiken feiern jeden Samstagabend um 18.00 h Gottesdienst in der Lutherkirche, in der sie zu Gast sind und mit deren Kirchengemeinde sie eine gute Ökumene verbindet. Regelmäßige spirituelle und glaubensorientierte Treffen, Vorträge, Themenabende, Filmabende und Workshops runden das Gemeindeleben ab. Alle Termine finden Sie hier auf dieser Homepage unter „Gottesdienste“.

 

Wie gesagt: Man muss nicht sofort alt-katholisch werden, um an den Gottesdiensten und dem aktiven Gemeindeleben teilhaben zu können. Ganz nach dem Gemeinde-Motto „Kommt und seht!“ sind alle Interessierten zum „Reinschnuppern“ eingeladen, ganz ohne Verpflichtung oder Zwang.

 

 

Kommt und seht!

 

Es grüßt alle Gläubigen, Zweifelnden, Suchenden, bereits Entschiedenen und anderen guten Christen 

 

Prof. Dr. Torsten Kirstges

Weitere Impressionen von unserem Gemeindeleben finden Sie durch einen Klick auf das nachfolgende Foto:

Mehr dazu im Gemeinderückblick und bei den Fotos.

Einige frühere Themen dieser Startseite finden Sie hier:

Kontakt:

Oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Aktuelles:

Regelmäßig Samstagabend, 18:00 h, Eucharistiefeier. Kommt und seht!

 

Sa., 20.10.18, 18:00 h: Eucharistie, anschließend  Gemeindeversammlung mit Pfarrerwahl.

 

Da sich unser Gemeindeleben im Wesentlichen auf den Gottesdienst am Samstagabend um 18 h beschränkt, erfolgt hier ab Mitte Mai 2018 keine individuelle Terminankündigung dieses regelmäßigen Gottesdienstes mehr. Besondere Gemeindegottesdienste (z.B. ökumenischer Art) werden hier noch explizit angekündigt; ansonsten sei auf den Terminplan und den Pfarrbrief verweisen. Früher durchgeführte spirituelle und gemeinschaftsfördernde Gemeindeaktivitäten (wie Bibelteilen, AK-Singers/Singabende, Themenabende, Filmabende, Workshops, Radtouren, Gemeindereflexionen, Liturgiekreise, Open-Air-Gottesdienste außerhalb etc.) finden nicht mehr statt, so dass eine laufend aktualisierte Terminankündigung auf dieser Homepage entbehrlich erscheint.

Ausführliche Informationen, weitere Termine und den Gemeindepfarrbrief finden Sie hier (bitte hier klicken)!

Diese Internetpräsenz ist (in ihrer erstmaligen Fassung) seit 20.1.14 online.

Dies ist eine privat betriebene und gepflegte, privat verantwortete  Internetseite, die allgemein über die Wilhelmshavener Gemeinde, den Alt-Katholizismus, den alt-katholischen Glauben, auch im Unterschied zu anderen christlichen Glaubensrichtungen, sowie über vieles mehr im Kontext von Glaube, Religion und Kirche informiert und inspirieren soll. Sie dokumentiert insbesondere die spezifische Entstehungsgeschichte der Wilhelmshavener alt-katholischen Gemeinde und zeigt deren Aktivitäten auf. Auf Wunsch und gemäß Beschluss des Kirchenvorstands der Wilhelmshavener Gemeinde dient diese Homepage auch als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde. Die Informationen und Texte auf dieser Seite spiegeln die Sichtweise der jeweiligen Autoren, insbesondere die des Seitenbetreibers, nicht aber die der gesamten Gemeinde und/oder des Katholischen Bistums der Alt-Katholiken in Deutschland, wider. Die offizielle und von der Gemeinde verantwortete Homepage der Alt-Katholischen Gemeinde Wilhelmshaven finden Sie hier:

http://www.alt-katholisch.de/gemeinden/gemeinden/wilhelmshaven.html

Die Homepage des Bistums finden Sie hier: www.alt-katholisch.de.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Prof. Dr. Kirstges